Archiv der Kateogrie 'Produktivität'

Mindmaps mit Mindmeister

29/11/09

Mindmaps beweisen sich für mich immer mehr zu einer sehr effizienten Organisationshilfe. Zur Zeit benutze ich Mindmeister um meine Mindmaps zu kreieren.

Mind mapping…

MindmapMind mapping ist das Aufzeichnen von Informationen, wie sie im Gedächtnis strukturiert sind, man nennt sie deshalb auch “Landkarten des Gehirns”. Was freaky klingt ist in Tat und Wahrheit eine sehr clevere Technik.

Und das ist der Grund dafür:

Tony Buzan (“Speed Reading”) ist der Mann, der diese Technik stark geprägt hat und er argumentiert für diese Art des Aufschreibens von Informationen damit, dass im Gehirn die einzelnen Informationen Verknüpfungspunkte untereinander haben und je mehr man einen Verknüpfungspunkt präsent hat (oder ihn gedanklich passiert!), desto einfacher kann man sich an diese Informationen erinnern. So erscheint Mind mapping als eine gehirngerechte Weise Informationen zu Papier zu bringen.

Das war auch der Grund warum ich Mind mapping ausprobierte. Und es stimmt, ich erinnere mich einfacher an Sachen, je mehr ich gedanklich durch eine Mindmap gehe. Und mir erscheint eine solche Mindmap übersichtlicher und logischer, als eine blosse Tabelle von Informationen.

Es gibt viele Möglichkeiten Mindmaps einzusetzen:

  • Brainstorming
  • Vorträge skizzieren/entwerfen
  • Gelesene Bücher zusammenfassen
  • Prüfungsvorbereitung
  • Meetings rapportieren
  • Wochenplan erstellen
  • Ideen sammeln / outline erstellen für Blogposts

Es gibt Leute, welche Mindmaps als tägliche Todo-Liste benutzen. Für mich ist das jedoch zu aufwändig, da es auf jeder Plattform mehrere Klicks braucht, bis man bei der Liste ist. Hingegen benutze ich sie z.B. um lang- und mittelfristige Ziele zu organisieren.

Warum Mindmeister?

Am Besten ist es natürlich wenn man Mindmaps von Hand aufzeichnet, aber das hat sich bei mir in der Praxis nicht bewährt (dauert mir zu lange), so schaute ich mich nach einem Programm um. Ich habe mindestens 10 Tools getestet und mich am Schluss für Mindmeister entschieden. Hier die Gründe wieso:

Benutzung – Die Funktionalität überzeugt, man kann die maps ansprechend stylen oder mit Bildern und Icons versehen, um die Verständlichkeit zu verbessern. Drag and drop der einzelnen Punkte oder Timeline der Veränderungen sind ebenso vorhanden, wie die Möglichkeit die Maps zu exportieren , aber dazu gleich mehr.

Online, offline und mobil – Mindmeister ist primär eine online Anwendung, welche jedoch, dank Google Gears, auch offline genutzt werden kann. Weiter ist die iphone App nützlich, weil sie die bestehenden Mind maps vom Server holt und synchronisiert. Natürlich ist es mit dem iphone nicht sehr komfortabel grosse Mindmaps zu kreieren, aber um ein paar Ideen, die einem unterwegs einfallen, zu notieren, reicht es allemal.

Ständige Entwicklung – Mindmeister wurde in den vergangenen 12 Monaten, seit ich den Dienst nutze, immer wieder weiterentwickelt. Und der Support antwortete jeweils schnell und hilfreich.

Kollaborativies Arbeiten – Man kann die Mindmaps nicht nur mit anderen teilen, es ist auch möglich zusammen mit mehreren Personen gleichzeitig an einer Map zu arbeiten. Ich benutze Mindmeister häufig zusammen mit meiner Frau um Ideen zu sammeln für unser Online Business oder eine Reise zu planen. Auch interessant: Auf der der Plattform gibts eine Sammlung aller veröffentlichter Maps an denen man z.T. (à la Wiki) auch mitarbeiten kann.

Export – Last but not least… Man kann die erstellten Mindmaps ganz einfach in diverse Formate exportieren: PDF, MindManager (mindjet), Bild, Text u.a. ist alles dabei.

Was ist nicht so gut bei Mindmeister?

Was mir bei Mindmeister eindeutig noch fehlt ist die Möglichkeit die Mindmaps umfangreicher zu modifizieren. Eine Theorie von Tony Buzan besagt, dass Verbindungslinien zwischen einzelnen Punken, jenen im Gehirn entsprechen sollten. Das heisst dass Gedanken von “Ebene 1″ zu “Ebene 2″ eine dickere Verbindungslinie haben sollten als verbundene Gedanken von “Ebene 7″ zu “Ebene 8″, da diese gedanklich weiter weg von der Hauptidee sind. Es würde auch ungemein dem Verständnis dienen wenn die einzelnen “Äste” farblich unterschiedlich dargestellt würden.

Beispiel einer eingebetteten map

Es gibt noch weitere Funktionen von Mindmeister wie, Dashboard Widget für Mac, API, E-Mail to Mindmeister u.s.w. aber da ich diese bisher noch nicht benutzt habe, gehe ich hier nicht darauf ein.

Kosten

Mindmeister bietet einen kostenlosen Account mit dem man bis zu 3 Mindmaps erstellen kann – genug um den Dienst eingehend zu testen. Wer mehr will, muss einen kostenpflichtigen Account zulegen. Ich habe mich lange gesträubt rund 5 Dollar im Monat zu bezahlen, aber seit ich Mind maps nun praktisch täglich nutze, bezahle ich den Betrag locker.

Falls du mehr Infos willst:
Mindmeister jetzt ausprobieren

Geschrieben von Michel | in Blogging, Produktivität | Keine Kommentare »

Prokrastination – Ablenkung auslagern

21/08/09

Prokastination geschieht meistens sehr schleichend und unauffällig: Da ist man im Web unterwegs um Informationen zu suchen zu einem bestimmten Thema und 3 Minuten später landet man auf einer Seite, die gar nichts mit dem Thema zu tun hat und vertieft sich dort.

Was ist passiert? Gerade wenn man auf Portalen wie digg, techmeme oder ähnlich nach Informationen sucht springen einem verschiedenste Themen ins Blickfeld und mit einem Klick ist man bereits abgelenkt und tut etwas, das man sich nicht vorgenommen hatte und das erreichen des eigentlichen Ziels wird hinausgeschoben.

Ablenkung filtern und auslagern

Eine einfache Angewohnheit hat hier bei mir Wunder gewirkt:

Dokument zum Filtern von Ablenkungsquellen

Wenn immer man am Computer arbeitet hat man ein Textdokument geöffnet und sobald man versucht wird etwas zu checken, das nichts mit der momentanen Aufgabe zu tun hat, kopiert man den URL der Seite, oder schreibt einen Hinweis auf einen Gedanken ins Textdokument. So kann man wirklich von der Ablenkung loslassen, denn man weiss, dass man sich später darum kümmern wird. Sobald man dann mit die eigentliche Aufgabe beendet hat, kann man sich als Belohnung den vorherigen “Störquellen” widmen.

Geschrieben von Michel | in Produktivität, Webentwicklung | 10 Kommentare »